Bankeinlagen (Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld)

Die klassischen Sparformen wie das Tagesgeld, Festgeld oder das Sparbuch zählen heute wohl noch zu den beliebtesten Sparformen in Deutschland. Auf fast jeden Haushalt kommt mindestens ein Sparkonto, wo regelmäßig Geld angespart wird. Doch wo liegen die Unterschiede der oben genannten Sparformen? Wann kommt welches Konto für mich in Frage? Und welche Tipps und Tricks gibt es, auf die ich achten muss?

Schon gewusst?

Grundsätzlich handelt es sich bei Tagesgeld, Festgeld und dem Sparbuch um ein separat geführtes Konto, was du bei deiner Bank führst und was dem Ansparen von Guthaben dient. Auf diesen kannst du aber keinen Zahlungsverkehr wie Überweisungen oder Lastschriften auf externe Konten ausführen.

Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Sparbücher werden dir von fast jeder Bank kostenfrei angeboten. Es fallen somit keine Kontoführungsgebühren an, die du vielleicht von deinem Girokonto kennst. Kostenfreie Girokonten für dich findest du übrigens auch bei uns.

Bankeinlagen wie das Tagesgeldkonto oder Sparbuch zählen auch heute noch zu den beliebtesten Sparformen.

Hier findest du die besten Angebote zu Tagesgeld, Festgeld und Girokonten!*

Update!

Update:

Seit 2012 herrscht eine Niedrigzinsphase im europäischen Währungsraum. Das macht vielen Geschäfts- und Privatbanken sehr zu schaffen: Es führt dazu, dass nur wenig Zinsen für dich als Kunden bei Bankeinlagen wie dem Tages-/Festgeld und Sparbuch übrig bleiben und viele Anleger stattdessen ihr Geld in Aktien und Fonds anlegen. Das war erstmal die schlechte Nachricht. Doch die gute Nachricht lautet, dass wenige Online-Banken für dich als Neukunden noch hohe Zinsen anbieten, wenn du dort dein Geld anlegst. Welche Banken das genau sind, erfährst du natürlich hier.

So funktionieren Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch!

Tagesgeld

Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Tagesgeldkonto um eine Art Girokonto, wo aber kein Zahlungsverkehr möglich ist. Du kannst auf dein Tagesgeldkonto jederzeit Geld ein- oder auszahlen lassen und musst keine Kündigungsfristen beachten. Dein Tagesgeldkonto ist somit „täglich fällig“ und unbefristet.

Am Ende des Jahres erhältst du eine Zinsgutschrift von deiner Bank. Diese richtet sich immer nach deinem durchschnittlichen Guthaben, was auf deinem Tagesgeldkonto war. Deine ausgezahlten Zinsen hängen immer vom Zinssatz auf deinem Tagesgeldkonto ab. Dieser Zinssatz wird von der Bank vorgegeben und kann sich jederzeit ändern. Der Zinssatz richtet sich immer nach dem Marktzins in der Währungsregion.

Der große Vorteil liegt zum einen an der schnellen Verfügbarkeit vom Guthaben, die jederzeit ohne Kündigungsfristen möglich ist und der unkomplizierten Handhabung.

Sparbuch

Das Sparbuch ist von allen vorgestellten Bankeinlagen die am weitesten verbreitete Form. Es ähnelt von seinem Wesen her dem Tagesgeldkonto, ist täglich fällig und läuft auf eine unbefristete Zeit. Das Konto des Sparbuchs wird mit dem Sparbuch selbst repräsentiert. Jegliche Ein- und Auszahlungen sowie die Zinszahlungen an dich werden von deiner Bank in deinem Sparbuch vermerkt. Die meisten Banken verlangen heute noch die Vorlage des Sparbuchs von dir, wenn du Geld ein oder auszahlen möchtest.

Grundsätzlich kannst du jederzeit Beträge auf dein Sparbuch ein- oder auszahlen. Beachte aber, dass Abhebungen von deinem Sparbuch immer gekündigt werden müssen, wenn diese eine Summe von 2000€ pro Kalendermonat übersteigen. Falls du diese Abhebungen nicht kündigst, fallen Verzugszinsen für den Betrag an, der die Grenze der 2000€ übersteigt. Doch die Verzugszinsen sind eher gering und betragen ein Viertel vom Zins, den du auf dein Sparbuch bekommst.

Der Zinssatz auf dem Sparbuch ist variabel und kann von deiner Bank jederzeit an den Marktzins angepasst werden. Das Sparbuch ähnelt sehr einem Tagesgeldkonto, ist aber nicht so flexibel gestaltet (besonders bezogen auf die Auszahlungen vom Sparbuch). Genau deshalb raten wir dir eher zu einem Tagesgeldkonto.

Festgeld

Das Festgeld ist wie auch das Tagesgeld oder Sparbuch ein eigen geführtes Konto bei deiner Bank. Jedoch ist das Festgeld nicht täglich fällig und unbefristet, sondern hat immer eine vorher vereinbarte Laufzeit. Diese beträgt zwischen einer Woche und bis zu mehreren Jahren. Während dieser Laufzeit kannst du weder Geld ein- oder auszahlen lassen. Das bedeutet, dass das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto während der Laufzeit für dich gesperrt bleibt und du keinen Zugriff darauf hast. Lediglich in Notsituationen (wie Arbeitslosigkeit, Todesfall des Ehepartners o.ä.) können Banken eine Ausnahme machen und dich schon vorher über dein Geld verfügen lassen.

Der Zinssatz wird dir immer von deiner Bank vorgegeben und bleibt während der kompletten Laufzeit für dich gleich. Somit interessiert es dich nicht, wenn zum Beispiel während der Laufzeit plötzlich die Zinsen auf dem Markt und bei deiner Bank für das Festgeld sinken: Du erhältst in jedem Fall die Zinsen, die du zu Beginn von deiner Bank zugesagt bekommen hast. Auch hier richtet sich der Zinssatz nach dem Marktzins im umliegenden Währungsgebiet.

Der wohl größte Vorteil liegt darin, dass du bei einem Festgeldkonto im Vergleich zu dem Tagesgeldkonto oder Sparbuch die meisten Zinsen bekommst.

Was eignet sich wann für dich?

Das Tagesgeld eignet sich für dich, wenn:

  • du weiterhin den kompletten Zugriff auf dein gespartes Guthaben behalten möchtest und
  • dennoch Zinsen für dein gespartes Kapital bekommen möchtest.

Mit einem Tagesgeldkonto kann man grundsätzlich nicht viel falsch machen. Deswegen können wir dir immer empfehlen, neben deinem Girokonto ein Tagesgeldkonto zu führen.

Im Grunde genommen sind sich Sparbücher und Tagesgeldkonten sehr ähnlich. Auch die Zinsunterschiede sind sehr gering. Da Sparbücher relativ unflexibel in ihrer Handhabung sind, raten wir dir, dich eher für ein Tagesgeldkonto zu entscheiden. Besonders Auszahlungen/Abhebungen funktionieren bei einem Tagesgeldkonto deutlich einfacher und schneller, da du keine Urkunde bzw. kein Sparbuch zur Auszahlung vorlegen musst. In der Regel reicht dein Personalausweis oder deine Girocard (Bankkarte).

Das Festgeld eignet sich für dich, wenn:

  • du für längere Zeit auf das Guthaben verzichten kannst und
  • du besonders viele Zinsen von deiner Bank erhalten möchtest.

Besonders bei einer langen Laufzeit (ab einem oder zwei Jahren) lohnt sich das Festgeld. Bei kürzeren Laufzeiten sind die Zinsunterschiede zum Tagesgeld oder Sparbuch eher gering.

Tipps und Tricks für dich!

Online abschließen lohnt sich!

Besonders die Neukunden-Angebote von einigen Direktbanken werfen für dich oft noch viele Zinsen ab und können sich wirklich rentieren. Die Filialbanken können bei diesen Angeboten oft nicht mithalten, deswegen lohnt sich ein Sparkonto bzw. ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank bzw. Online-Bank fast immer für dich. Allgemein kannst du mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos sowohl online als auch direkt in deiner Bankfiliale nicht viel falsch machen.

Gibt es eine Einlagensicherung?

Was passiert eigentlich mit deinem Geld, wenn die Bank pleite gehen sollte? Genau deswegen gibt es eine Einlagensicherung. Diese bewahrt dein Guthaben bis zu einer gewissen Höhe (in Deutschland: 100.000€ durch die Einlagensicherung) und wird vom Gesetzgeber vorgegeben. Bei Banken im Ausland ist das aber nicht immer der Fall. Informiere dich deshalb im Vornherein, wie es bei der jeweiligen Bank mit der Einlagensicherung aussieht.